Darf ich mich kurz vorstellen?

Wie man hier, in der Holledau, so schön sagt: ich heiße Joachim - und Spiegel schreibe ich mich.

1956 wurde ich ich gleichsam in die Märklinwelt hineingeboren: mein Vater nahm meine Geburt zum Anlaß, die ersten Märklin-Metall-Gleise samt Trafo zu kaufen, wenige Wochen später folgte an Weihnachten die BR 01 mit vier Wagen. Ein Jahr später, erweitert um ein Bahnhofsgebäude, Laternen, ein erstes Signal und einen (wohl obligatorischen) Tunnel, drehte an Weihnachten die BR 01 unter und vor dem Weihnachtsbaum auf einer Gleis-8 ihre Runden, wie das Bild belegt.

Weiter ging die Karriere (immer in der Weihnachtszeit) als Teppichbahner im Kinderzimmer bis ...

... wenige Jahre später schließlich die erste 'Platte' an Weihnachten im Zimmer stand.

 

Obwohl mich die Modellbahn während meines Lebens stest begleitete, gibt es keine weiteren Bilder. Als Jugendlicher stieg ich platzbedingt auf die N-Spur um, Mitte der 80-er Jahre dann die Rückkehr in die H0-Welt, jetzt aber als 'Gleichstromer'. Diesen Umstieg habe ich nie bereut und bin bis heute bei der Spurweite und dem System geblieben.

Seit Mitte der 90-er Jahre 'stolzer' Besitzer eines 25 m² großen warmen und absolut trockenen MoBa-Kellers nahmen mein Sohn und ich verschiedene Projekte in Angriff. Einziges Problem: es wurde nie etwas fertig, sondern allerspätestens in der Ausgestaltungsphase schon wieder ab- und umgebaut. Während die Anlagen in der überbauten Fläche einem ziemlichen Wachstum unterlagen, erfuhr dem, was dargestellt werden sollte, das glatte Gegenteil bis wir schließlich beim abgespeckten Thema 'eingleisige Nebenbahn' landeten.

 

Vor mehr als 10 Jahren fanden wir zu unserem Freundeskreis, der Interessengemeinschaft Hallertauer Modelleisenbahner (seit 2012 e.V.), kurz 'IHMB', die sich dem Nachbau des Holledauer Bockerls auf der Basis von Modulen mit Fremoköpfen verschrieben haben. Hier kamen wir mit Modulen in Berührung, einer Art der Modellbahnerei, die uns so sehr in ihren Bann zog, daß schließlich die stationäre Anlage ganz aufgegeben und durch den reinen Modulbau ersetzt wurde. Zunächst galt das Interesse ganz der Epoche III: die Module der IHMB e.V. spielen weitestgehend in den 50-er und 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts.

 

So, wie die Modelleisenbahn als ein roter Faden mein Leben durchzieht, gibt es einen weiteren roten Faden: einen gewissen Faible für das Alte, das noch Ältere – und am liebsten das ganz Alte. Beide Fäden führten zu dem, was ich dank der großen Toleranz meiner Modulbau-Freunde von der IHMB e.V. modellbahnerisch heute betreibe: Modulbau, dargestellt wird von mir das Holledauer Bockerl allerdings in der Zeit der Kgl. Bay. Staatseisenbahnen - überwiegend jedenfalls.

 

Mir ist klar, daß meine Thematik wohl etwas abseits des Mainstreams liegt. Gerade deshalb möchte ich Euch, den Besuchern und Besucherinnen meiner Website, gerne nach und nach vorstellen, was ich baue (auch schon umgesetzt habe bzw. noch realisieren möchte) – nicht, weil ich mich für einen 'tollen Modelleisenbahner' halte, sondern, ganz im Gegenteil, weil ich auf Eure Reaktionen in Form von Hinweisen, Tipps und Ratschläge hoffe, damit 'Joachims Modulschraubereien' sich möglichst verbessern. Fragen sind natürlich gleichermaßen willkommen!